Nagoya Reiseinfos
Bestell morgens um acht in einem Kissaten im Viertel einen Kaffee, und du bekommst eine dicke Scheibe Toast und ein gekochtes Ei dazu – bezahlen musst du nur den Kaffee. Der Toast ist großzügig mit Butter und süßer roter Bohnenpaste bestrichen. Die Einheimischen nennen das „Morning“, und am Wochenende bilden sich dafür Schlangen vor den Cafés. So beginnt Nagoya seinen Tag.
Mittags gibt es Hitsumabushi, gegrillten Aal auf Reis, den du in Viertel teilst und auf drei verschiedene Arten isst. Abends stehen Schweineschnitzel unter fast schwarzer Misosauce und pfeffrige frittierte Hähnchenflügel mit Fassbier auf dem Tisch. Hierher kommt man für Essen mit kräftigem Geschmack. Schau zwischendurch zu den goldenen Shachihoko auf dem Dach der Burg Nagoya hinauf, stöbere in den Einkaufspassagen von Osu zwischen Secondhandkleidung und Straßensnacks und fahr auf den alten Fernsehturm in Sakae (heute Chubu Electric Power MIRAI TOWER), um auf das Raster der schnurgeraden Straßen hinabzublicken.
Das Herumkommen ist einfach. Der Flughafenexpress μSKY erreicht den Bahnhof Nagoya in etwa einer halben Stunde, und eine Handvoll U-Bahn-Linien erschließt fast die ganze Stadt. Mit dem Shinkansen bist du in 35 Minuten in Kyoto und in 1 Stunde 40 in Tokio, Nagoya passt also gut in eine Kansai- oder Tokio-Reise. Es ist deutlich weniger überlaufen als Tokio oder Osaka.
Chubu Centrair International Airport (NGO)
- Meitetsu μSKY nach Meitetsu Nagoya: Ab etwa 28 Min. · etwa 24 Min. bis Kanayama · Fahrpreis ¥980 + μticket (Sitzplatzreservierung) ¥450 = ¥1,430
- Meitetsu Limited Express / Express (reguläre Wagen): Limited Express etwa 35 Min. · Express und Semi-Express länger · ¥980 nach Meitetsu Nagoya · ¥910 nach Kanayama (ohne Reservierung)
- Taxi: Etwa 50 Minuten zum Bahnhof Nagoya, je nach Verkehr · Ungefähr ¥12,000–16,000 zum Bahnhof Nagoya (Angaben variieren; am Reisetag prüfen)
- Visum: Visaregeln je nach Reisepass; viele reisen visumfrei ein
- Anreise per Flugzeug: Chubu Centrair (NGO), etwa 30 Min. in die Stadt
- Zeitzone: UTC+9, keine Sommerzeit
- Währung: Yen; kleine Lokale teils nur mit Bargeld
- Bezahlen: Karten akzeptiert; kontaktlos U-Bahn fahren
- Strom: 100V Typ A; Adapter mitnehmen
- Sprache: Japanisch; englische Schilder an großen Sehenswürdigkeiten
- Internet: Keine Einschränkungen; eine eSIM reicht
- Notfälle: Polizei 110, Rettungsdienst/Feuerwehr 119
- Beste Reisezeit: Frühling, Spätherbst; der Sommer ist eine Sauna