Hanoi Reiseinfos

Sechs Uhr morgens am Hoan Kiem-See. Hinter der roten The Huc-Brücke hängt Nebel über dem Dach des Ngoc Son-Tempels, und unter den alten Bäumen am Ufer klappen Großmütter ihre Fächer zur Morgengymnastik auf. Ein mit Blumen beladenes Fahrrad rollt langsam vorbei. Schon in einer Stunde wird dieselbe Straße vom Motorrollerlärm erfüllt sein; Hanois ruhige Seite gehört den Frühaufstehern.

Ein paar Schritte nördlich des Sees liegt die Altstadt. Einst waren das Händlerstraßen, in denen jede Gasse eine bestimmte Ware verkaufte: Silberarbeiten, Opfergaben für Beerdigungen, Bambusleitern. Deshalb beginnt fast jeder Straßenname mit Hàng, „Waren“. Schmale Röhrenhäuser von drei oder vier Metern Breite stehen dicht an dicht, geparkte Zweiräder und Pho-Kessel besetzen die Gehwege, und Fußgänger laufen am Straßenrand. Nach Einbruch der Dunkelheit füllt sich die Ta Hien-Straße mit kniehohen Plastikhockern, und die Nacht beginnt mit einem kalten Bier und einem Teller Erdnüsse.

Kulinarisch hat Hanoi viele vietnamesische Klassiker hervorgebracht: Pho mit klarer Brühe, Bun cha mit über Holzkohle gegrilltem Schweinefleisch, Cha ca, am Tisch gebratener Fisch mit reichlich Dill, und Eierkaffee, cremig wie Pudding aufgeschlagen. Anders als in den Strandorten im Süden kann es im Winter hier so kalt werden, dass du eine wattierte Jacke brauchst. Oktober und November sind die besten Monate für Spaziergänge.

Internationaler Flughafen Noi Bai (HAN)